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Scherm

der, -s, -

Scherbe


Wortart: Substantiv
Erstellt von: pedrito
Erstellt am: 11.07.2006
Bekanntheit: 71%  
Bewertungen: 46 13

Dieser Eintrag ist als Teil des Wörterbuches eingetragen.

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Kommentare (2)


Hierher gehört wohl auch das Schimpfwort "der (mislsüchtige) Grant-Scherm" für eine depressive Person.
Remigius 09.09.2017


Scherben,
althochdeutsch 's c i r b i' = "Scherbe ; irdener T o p f". Schon damals also dasselbe Wort für das Material und das Gefäß, ein 'Pars pro Toto' ("Teil fürs Ganze") wie z.B. "das Leder" = Fußball.
Die mehrfachen Einträge zeigen, wie sehr der Sinnzusammenhang dort verloren gegangen ist, wo man das [b] vernachlässigt hat. (Beim fachsprachlichen Scherben in der Keramik - "Die Farbe des Scherbens variiert zwischen Weiß und hellem Rotbraun " - bemüht man sich hingegen sehr wohl um eine korrekte Aussprache - und beim "Zirmwald" und "Zirmbett" und den meisten anderen der 1/1 Dutzend nachweisbarer Zusammensetzungen mit "Zirm-" ist man sich sicherlich noch der Zirbe(l) bewusst.)

Völlig verloren gegangen jedoch ist der Sinnzusammenhang mit dem Scherben dort, wo
"Grantscherm" geschrieben wird: Der Grantscherben (Grantscherbn) entspricht ja dem 'Sauertopf' = mürrischer Mensch.
Der Sauertopf/Grantscherben (s. Granten = die s a u r e n Preiselbeeren) aber nahm die Weinreste zur Essigbereitung auf. Auch "Essig-Krug" und plattdeutsch "Surpot" sind als Bezeichnungen für jemanden, der mürrisch ("sauer") ist, belegt.

Zu "Scherben" siehe auch die Wendung
"den Scherben auf haben" = "den (vollen) Nachttopf übergestülpt bekommen" - und das ist drastisch! Weit unangenehmer noch als "wie ein begossener Pudel dastehn"!

Leider hat das Österr. Wb nun die Schreibung der schlampigen Aussprache mit dem kaum beachteten Zusatz "(ugs. sal.)" aufgenommen, wodurch der Gebrauch in den Medien gefördert wird, was ohne die natürlich fehlende Erklärung wieder zur weiteren Verdummung der Leser führt.
Koschutnig 09.09.2017





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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