Krụkenkreuzler, Kruckenkreuzler

der, -s, -

Austrofaschist, Aktivist der Vaterländischen Front


Wortart: Substantiv
Gebrauch: Umgangssprache
Kategorie: Veraltet, Historisch
Erstellt von: Lanquart
Erstellt am: 30.07.2019
Region: Klagenfurt Land (Kärnten)
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Kommentare (3)


Ein Kru(c)kenkreuz ist ein Kreuz mit Querbalken an den vier Enden. Im autoritären österr. „Ständestaat“ wollte die Vaterländische Front dem heidnischen Hakenkreuz der Nazis ein vergleichbares, aber christliches Krukenkreuz entgegenstellen. Den „Hakenkreuzlern“ standen dann die „Krukenkreuzler“ gegenüber.

"Freiwillige" Spenden erpressen können die Krukenkreuzler genau so gut wie die Nazis.
source: Organ der Internat. Transportarbeiter-Föderation 5. Jg., No. 12, Amsterdam, 12. 6. 1937, S. 9
Für Kreisky waren die Krukenkreuzler IMMER das größere Übel als die Nazis; was aus seiner ganz subjektiven Sicht verständlich ist
source: DerStandard.at, Posting v. 23.5.2008

Lanquart 30.07.2019


Kruckenkreuzler (Österr. WB und Duden mit -ck-, da Kreuz mit „Krücken“):
„akin“ beim Haider-Begräbnis:
source: akin-Pressedienst, 21.10.08

Nazis? 1934? Wohl eher die dollfüßigen Kruckenkreuzler, die es bis 1938 schafften, das Land "anschlußreif" herunterzuwirtschaften...
Dr. Heinz Anderle, (...) Freigeist
source: Der Standard. Posting am 2.10.03

Alfred Klahr begründete schon 1937 die Existenz einer eigenständigen österr. Nation, als die Kruckenkreuzler Österreich noch als den „besseren deutschen Staat" sahen.
source: Andreas van de Kamp, Staatsstreich in Zeitlupe, 2014

Dekubitus 31.07.2019


Sollte man nicht die Vaterländische Front erklären, evtl. durch eigenen Eintrag?
Lupina 01.08.2019





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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