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bete͟ilen



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Wortart: Verb
Gebrauch: Österr. Standarddeutsch
Tags: amtssprachlich,veraltend
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 14.04.2018
Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
Bekanntheit: 0%  
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Kommentare (2)


In der „Sortierstelle für gebrauchte Schuhe“ im Getto Litzmannstadt (Lodz) wurden die Schuhe der im KZ Kulmhof ermordeten Menschen sortiert, wobei sich zeitweise „Berge von getragenen Schuhen“ auftürmten.
Gestern war bekannt, dass die in der Gettoverwaltung dem Aeltesten d. J. zur Verfuegung gestellten Schuhe und Kleider nur an Ressortleiter zur Ausgabe gelangen sollten. Inzwischen ist heute eine Verfuegung des Praeses erlassen worden, derzufolge auch Angestellte beteilt werden.
source: Sascha Feuchert u.a. (hg.), Die Chronik des Gettos Lodz / Litzmannstadt (2016)
source: Die Gemeindeverwaltung der Stadt Wien (1923)
source: Freie Kirchenstimmen. Organ der Altkatholiken in Österreich

Dazu Duden:
beteilen Wortart: schwaches Verb.
Gebrauch: österreichisch veraltet
source: Duden online

Koschutnig 14.04.2018


Arthur Seyss-Inquart im Nürnberger Prozess:
Ankläger M. DEBENEST: Haben Sie nicht Maßnahmen ergriffen, um die Studenten zum Arbeitseinsatz zu zwingen?
SEYSS-INQUART: [...] Ich weiß, dass Gewerbeschüler höheren Grades et cetera mit Freilassungsscheinen beteilt wurden. Auch die Hochschüler
source: Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof Nürnberg
14. 11. 1945 – 1. 10. 1946, Zeno.org
Noch ein österr. A.S. - Adalbert Stifter:
Die Pflanzen, welche neu gesetzt werden, erhalten in ihrem Graben gleich so viel Erde, dass sie auf mehrere Jahre versorgt sind. Ältere Rosen, welche von ihrem Standboden längere Zeit gezehrt haben, werden mit einer Neuerung beteilt. Entweder wird die Erde oberhalb ihrer Wurzeln weggetan und ihnen neue gegeben, oder sie werden ganz ausgehoben und ihr Standpunkt durchaus mit frischer Erde erfüllt.
source: Adalbert Stifter, Der Nachsommer (1857)
Peter Rosegger in den Jugenderinnerungen:
wir sahen, wie viele der Dorfkinder schöne Sachen bei sich hatten, die sie betrachteten und einander zeigten. Da hatten sie Bildchen, rotgebundene Büchlein mit Goldschnitt und in Seidenmaschen gefasste Silbermünzen. Unser Schulmeister sagte uns, daß solches die Prämien wären, womit die fleißigen Schüler bei der Prüfung beteilt würden.
source: Peter Rosegger, Waldheimat 2. Bd.
Grillperzer reimte 1831 anlässlich der Eröffnung des Saales der Gesellschaft der Musikfreunde in seinem Weihegesang:
Jener alte Götterliebling,
Amphion, mit Huld beteilt,
Ging dahin durch leere Weiten,
Mit dem süßen Joch der Saiten,
Das bewältigt, trifft und heilt.
source: Grillparzer, Weihegesang, Zeno.org

Koschutnig 15.04.2018





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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