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ums Kennen



sehr wenig, eine Spur


Wortart: Wendung
Gebrauch: Umgangssprache
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 04.02.2018
Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
Bekanntheit: 100%  
Bewertungen: 3 4

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Kommentare (2)


Dass der Sinn der Wendung „den Unterschied bei genauer Betrachtung erkennen“ im Schwinden begriffen bzw. bei manchem bereits geschwunden ist, zeigt die gestrige Schreibung in der Kleinen Zeitung. Ob diese vom Meteorologen oder vom Zeitungsmenschen stammt, ist unklar:
Die Schneedecke im Klagenfurter Becken wuchs nur langsam, da es ums Können zu warm war
source: Kleine Zeitung Kärnten, 3.2.2018
Schon vor über 2 Jahrhunderten war man sich des Bair.-Österreichischen der Wendung bewusst:
Ums Kennen, kaum, oder: nur sehr wenig. Z.B. er ist ums kennen größer als sein Bruder. Oest.
source: Anton von Klein, Deutsches Provinzialwörterbuch (Frankfurt, Leipzig 1792)
Inner-Oestreichische, und besonders Kärnthnische Provinzial-Ausdrücke
S. 401: Ums kennen, sehr wenig. Ums kennen, ists unterschieden
source: Julius Heinrich Gottlieb Schlegel, Reise durch das mittägliche Deutschland und einen Theil von Italien, Gießen und Wetzlar, 2. Aufl. 1807, S. 375 ff
Und geschrieben hat man's auch:
Bei dieser schleunigen Trocknung fängt das Gesicht an ums Kennen kleiner zu werden
source: Thomas Christan, Geschichte und Behandlung der natürlichen Pocken, Wien 1781
In den „Klagenfurter Kaffeehaus-Plaudereien“ am 2. April 1865 stellt der Verfasser zu einer Stadttheater-Aufführung von Mayerbeers „Robert der Teufel“ fest:
Das Ballett im 3. Akt war "ums Kennen" anders wie im Kärntnerthor-Theater
source: Alpen-Blätter, Klagenfurt, v. 2.4 1865

Koschutnig 04.02.2018


In der Steiermark (speziell Graz Stadt) auch gang und gäbe
surely66 04.02.2018





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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