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Kịnderbe͟istand

der, -(e)s, Umlaut + -e

Verfahrensbeistand


Wortart: Substantiv
Gebrauch: Österr. Standarddeutsch
Tags: rechtssprachlich
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 20.12.2017
Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
Bekanntheit: 20%  
Bewertungen: 1 2

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Kommentare (1)


Ein vormundähnlicher Vertreter der Kindesinteressen in einem Verfahren.
Schon seit Juli 2010 gibt es die Einrichtung des " Kinderbeistands". Dessen Aufgabe ist es, Minderjährige unter 14 Jahren in einem ihretwegen anhängigen Verfahren zu unterstützen
source: Helene Klaar, Scheidungs-Ratgeber für Frauen
(2015)
Ein Kinderbeistand ist ein psychosozial geschulter Begleiter mit viel Erfahrung in der Arbeit mit Kindern. Als unabhängige und qualifizierte Vertrauensperson unterstützt er oder sie die Kinder in „stürmischen Zeiten“ für die Dauer des Gerichtsverfahrens. Der Kinderbeistand fungiert gewissermaßen als „Sprachrohr des Kindes“.
source: Justizbetreuungsagentur
Aufgabe des Kinderbeistands ist es, ein Vertrauensverhältnis mit dem Kind herzustellen, es über das Verfahren zu informieren und gemeinsam mit Ihrem Kind seinen Wünschen und Interessen vor Gericht (und anderen Behörden) Gewicht und Gehör zu verschaffen. Ein Kinderbeistand ist ausschließlich parteilicher Vertreter der Interessen für das Kind und daher gegenüber dem Kind zur Verschwiegenheit verpflichtet.
source: Justiz.gv.at., Bürgerservice
„Viel mehr Kinderbeistände“ als die in Salzburg vorhandenen zehn brauche es, damit von Scheidung betroffene Kinder tatsächlich zu ihren Rechten kommen, kritisiert die Salzburger Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt.
source: Mein Bezirk.at Flachgau, 30.3.2011

In D:
Verfahrensbeistand (für Kinder bzw. junge Jugendliche), auch Verfahrenspfleger, ugs. oft Verfahrenshelfer (in Österreich etwas anderes, s. Verfahrenshilfe!)
Koschutnig 20.12.2017





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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