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ämtlich



amtlich


Wortart: Adjektiv
Tags: veraltet
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 27.11.2017
Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
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Kommentare (1)



es ist weder datirt, noch weniger ämtlich ausgefertigt. Es ist ganz einfach ein Entwurf, der gar keine Firma trägt
source: Bericht über die Verhandlungen des Krainischen Landtages zu Laibach (1868)
Nach dem vorliegenden Wortlaute ist in lit. b) von ämtlich vidimirten Abschriften die Rede, in lit.c) von dem Gegensatze. den nicht ämtlich vidimirten Abschriften. Diese nicht ämtlich vidimirten Abschriften sollen aber solche sein, welche von den Parteien selbst verfasst, jedoch ämtlich oder von Notaren vidimirte sind - also nicht ämtlich vidimirte, welche doch ämtlich vidimirt sein können. [...] es soll heißen sub lit.c: "nicht ämtlich ausgefertigte, das ist von den Parteien selbst verfasste, jedoch ämtlich oder von Notaren vidimirte."
source: Stenographische Berichte über die Verhandlungen des Hauses der Abgeordneten des Reichsrathes (1862)
jedoch ist eine derlei spezielle Grenzbestimmung nicht als eine ämtliche Grubenmaßvermarkung, sondern nur als die ämtliche Bestimmung irgendeines Punktes in der Grube gegenüber der über dem Tage gezogenen Maßengrenze anzusehen
source: Carl von Scheuchenstuel, Motive zu dem allgemeinen österreichischen Berggesetze vom 23. Mai 1854. (1855)
3. Schwerste Dienstvergehen.
Folgende Gebrechen in der Führung der Dienstschriften:
a) Wenn eine
Bollette, Quittung oder ämtliche Bestätigung, für welche die juxtierte Ausfertigung vorgeschrieben ist, ausgestellt wird, ohne dass dieselbe früher vollständig in das Amtsbuch (die Juxta) eingetragen wurde. [...]
l) wenn jemand ämtlich bestätigt, das er eine Amtshandlung vollzogen habe, oder bei deren Vollziehung gegenwärtig gewesen sei, obgleich er selbe im ersten dieser beiden Fälle nicht vollzog, im andern derselben nicht beiwohnte.
source: Sammlung der Vorschriften in Finanz-Angelegenheiten für die Periode 1. Jäner bis Ende März 1851 (1854)


Nun liest man zwar im Duden-Taschenbuch 8 „Wie sagt man in Österreich“ von 1969 noch zu „ämtlich“
ugs. veraltende Form zu „amtlich“
source: „Wie sagt man in Österreich?“, Duden-Taschenbuch 8 (1969)
. Mag sein, dass "ämtlich" da und dort in der Umgangssprache vor einem halben Jahrhundert noch existierte, amtlich aber ist „ämtlich“ schon sehr lange nicht mehr, denn dasselbe angeführte „schwerste Dienstvergehen a)" im „ämtlichen“ Bereich von 1851 war 1900 bereits „amtlich“ (s. letztes Beispiel im Eintragskommentar zu Bollette).
Koschutnig 27.11.2017





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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