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Ge̲bnacht, Gö̲mnacht, Gọ̈mmacht, Gọ̈mmat, Gẹnnacht(en)

die, -, Umlaut (+ -e)

5. Januar, die letzte der 12 Raunächte, Gebenacht,


Wortart: Substantiv
Gebrauch: Dialekt
Tags: Tirol
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 08.11.2017
Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
Bekanntheit: 0%  
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Kommentare (1)


source: Wilhelm Pessler, Handbuch der deutschen Volkskunde (1934)
Zu Gömachten, d. i. am Abend vor hl. Dreikönigen war es Sitte, die Ueberbleibsel des Nachtmahles für die Perchtel auf dem Tische stehen zu lassen.
source: Ignaz Vinzenz Zingerle, Sitten, Bräuche und Meinungen des Tiroler Volkes (1871)
Man nannte diese letzte der drei Rauchnächte „Gebnacht", mundartlich „Gömachten". Jedes Jahr stieg sie zur Erde nieder, die geheimnisvolle Frau, umstrahlt vom Mythos der altgermanischen Göttin Berchta
source: Berta Margreiter, Die Heidin. Alpbachtaler Sagenbuch (1986)
"Gömmacht" oder "Gömmat ", Anm.: auch Gönnacht (Oberinntal) und Gennachten (Unterinntal) [..] Die Ableitung dieses Wortes ist noch nicht ganz sichergestellt. Wahrscheinlich ist es nur die verstümmelte Form von Gebnacht, wie man ja noch im Wipptal diesen Ausdruck gebraucht [...]“Gömmachten" als Vorabend des Dreikönigsfestes ist zugleich die letzte sogenannte "große Rauchnacht" und wird deshalb mit besonderer Feierlichkeit begangen.
source: Ludwig von Hörmann, Tiroler Volksleben, Stuttgart 1909. Sagen.at
In den Rauhnächten schleicht die Percht oder Berchtmutter durch die Gegend, Um sie gnädig zu stimmen, legt man für sie und ihre KInder Brot und Milch für die Tür, was den 5.Jänner zur Gömmacht oder Gebnacht macht.
source: Katharina Schmidt-Chiari, Bergweihnacht in Tirol (2013)
Im Oberinntal bedeutet „in die Gönnacht gehen", einem ein gutes Neujahr wünschen.
source: Anton Dörrer, Tiroler Fasnacht (1949)

Koschutnig 08.11.2017





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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