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grịawig, grịabig



grimmig, furchterregend


Wortart: Adjektiv
Gebrauch: Dialekt
Tags: wienerisch
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 03.11.2017
Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
Bekanntheit: 0%  
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Kommentare (2)


griawig1 (Adj.)
[Ableitung von Grauen, mhd. griuwelich = grauenerregend, Angst einflößend]: furchterregend, grimmіg: då gehts griawig åbe (= da geht es furchterregend steil bergab)
source: Robert Sedlaczek, Wörterbuch des Wienerischen (2013)

"iwan Kamm ziagt a griawichs Weda auf", hat User Schurli schon im Dez. 2009 kommentiert:
griawig (nett, lieb, lustig)">do geht's griawig obe, iwan Kamm ziagt a griawichs Weda auf...
Die Bedeutung kommt eher von "Grauen "(erregen), vgl. mhd.griuwelich 'grauenerregend, Angst einjagen' wozu eine Nebenform 'griuwec' durchaus denkbar ist.
source: Beurteilungskommentar zu griawig (nett, lieb, lustig)

Er bezog sich dabei jedoch auf ein gleichlautendes Wort, nämlich griawig (= nett, lieb, lustig), jedoch mit völlig anderer Herkunft.


In Bayern, so scheint es, gibt's noch ein drittes "griawig" ( auch "griabig, grüabig") ="gemütlich" zu mhd. 'ruo(we)' Ruhe:
Immer griawig! Immer gmiatlich!
source: Thomas Grasberger, Flins. Das Geld des Südens (2015)
Und das Hauptwort dazu, den "Griawign"
Herr Richter, vor dera hat ja gar koa Mensch an Ruah, net amol dö Spatz'n auf'm Dach drob'n ham ihren Griawig'n.
source: Münchener Ratsch-Kathl (1896)

Koschutnig 03.11.2017


Griawig:
bedeutet für mich nett, gemütlich, lustig, wird meines Wissens in Oberbayern gebraucht
OTTO 05.11.2017





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: Act-Act-Act Atlas The NLP Master