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Grü̲berl

das, -s, -(n)

Grübchen


Wortart: Substantiv
Gebrauch: Umgangssprache
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 28.10.2017
Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
Bekanntheit: 100%  
Bewertungen: 4 5

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Kommentare (3)


source: Briefe des jungen Eipeldauers an seinen Herrn Vettern in Kakran
(1813)
Ein guter Tropfen dreimal täglich - eine Empfehlung von Hermann Leopoldi - und vor allem ’S Grüberl am Kinn standen am Programm.
source: Das Wienerlied.at
O du Veronika
Zwei Äugerl wunderschön
das Naserl superfein
am Wangerl und am Kinn
da sind drei Grüberl drin.
Eine G´stalt das is a Pracht
daß ein´m das Herz fast lacht
source: Großes Volks-Liederbuch (ca. 1900), Volksliederarchiv

Koschutnig 28.10.2017


Ich frag mich ja, ob „Griawal“ (Grüberl) und „griawig“ (lieb) zusammenhängen.
Wonn wos griawig is, donn griagt ma Griawal uman Mund. :)
gickalruafa 31.10.2017


Das "Grüberl" steht jedoch mit keiner der Bedeutungen von "griawig" (1. munter, lustig; herzig, nett; schmissig, 2. furchterregend, grimmіg und 3. - in Bayern-: gemütlich, ruhig) in irgendeinem Zusammenhang. Bei 1. und 3. ist das Anlaut-g überdies nicht Teil des Wortstammes, sondern der Vorsilbe ge-.
Das Grüberl stammt von einer nicht verwandten idg. Wurzel *ghreb und gehört zur Wortfamilie 'graben' mit 'Grube, Grübchen, Gruft, Grab, Begräbnis, grübeln' etc und ist auch mit den holländischen 'Grachten' verwandt (-bt >-ft- > -cht, vgl. sanft/sacht oder Luftfahrt/ "Luchtvaart" im Namen der KLM) )
Koschutnig 03.11.2017





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: ÖDV NLP Technikwerker Netzwerk Die Technikwerker