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Lahn

der, -s, -e

Feldflächeneinheit


Wortart: Substantiv
Tags: historisch,Böhmen,Mähren
Kategorie: Technische Begriffe Veraltet, Historisch
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 18.10.2017
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Kommentare (1)


Bereits im 15. Jahrhundert taucht in deutschen Urkunden das tschechische lán, geschrieben Lahn, lahn, in der Bedeutung 'hufe' auf, so in einem Olmützer Ratsbeschluss aus dem Jahre 1408 [...] Auch auf den Braunauer Gütern wird 'Lahn' in der Folgezeit zur geläufigen Bezeichnung für die bäuerliche Besitzeinheit, ebenso im Gebiet des Klosters Ossegg in Nordböhmen
source: Wissenschaftliche Materialien und Beiträge zur Geschichte und Landeskunde der Böhmischen Länder 10 (1969)
Selbst die unbestimmte Angabe des Maßes kann zur Bestimmung eines Lahns nicht angenommen werden. weil der Lahn nicht nach der Ausmessung, sondern nach der Schätzung bestimmt wurde, denn es wurde allemal die Schätzung von 180 fl. als ein Lahn gerechnet
source: Johann Luksche, Besondere Rechte der Personen Mährens und Schlesiens (Brünn 1844)
Man hat damals auf einen Lahn bei gutem Boden 100, bei mittlerem 125 und bei schlechtem 150 Metzen gerechnet. Da man hieraus wissen konnte, wie viel Metzen oder Lahne jeder Unterthan besessen hat, so konnten auch die Unterthanen selbst gleich in die Steuer mit einbezogen und dieselbe auf sie vertheilt werden.
source: Johann Luksche, Besondere Rechte der Personen Mährens und Schlesiens (Brünn 1844)
Halbiert und gevierteilt:
Wie die übrigen Beispiel-Autoren gebrauchen auch die Autoren des folgenden Berichts in ihren Zusammensetzungen 'Lahn' als Maskulinum ("einen Halblahn"):
Man zählte 1154 in Nebotein 62 bäuerliche Grundbesitzer mit einem Grundbesitz von zusammen 115 Viertellahn. Die durchschnittliche größe eines Bauerngrundes betrug zwei Viertel- oder einen Halblahn.
source: Adolf Kozeny & Gerda Gutberlet-Zerbe, Vertreibung aus dem Sudetenland
(2008)

Koschutnig 18.10.2017





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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