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gsatzts Haus, gesatztes Haus



Haus aus gestampftem Lehm und Stroh, Pisébau


Wortart: Wendung
Tags: Burgenland,Hartberg/Stmk
Kategorie: Technische Begriffe
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 14.07.2017
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Kommentare (1)


An Bauweisen finden wir neben der neueren Ziegelbauweise auch den Blockbau („gezimmertes Haus“) und den Lehmbau („gesatztes Haus“).
source: Wissenschaftliche Arbeiten Burgenland
Im zweiten Weltkrieg sollen auch in Wolfau wieder mehrere gesatzte Häuser gebaut worden sein, da damals wenig Baumaterial erhältlich war.
source: Zobodat.at
gsatztes Haus: aus Lehm und Stroh gestampftes Haus][quote:Blick Hinein. Offizielle Nachrichten der BH Hartberg 1/2007:http://tinyurl.com/ya37bqx6]Auch der Bezirk Hartberg zeigt diese Differenzierung in seinen bäuerlichen Siedlungen und Höfen. Das Bauernhaus im nördlichen Teil wurde als Holzbau gezimmert, im Süden waren "gsatzte Häuser" aus Lehm und Häcksel vorherrschend.
source: Mundart Burgenland
In dieser Landschaft war die Verwendung von Lehm als Baustoff im sogenannten „gsatzten Haus" des historischen Baubestandes bestens bekannt. Der Pisébau ist eine leicht beherrschbare Bauweise, bei der die Wände des Hauses aus einem Lehmhäckselgemisch in einem Stampfverfahren hergestellt wurden.
source: Johann Koren, Erzherzog Johann und die Steiermark
(1995)
Gotische Gemälde, wie die Tafel des Schottenaltares um 1470, zeigen aus Weiden geflochtene Zäune als Wiener Stadtbefestigung. Eine ähnliche Technik verwendete man beim Bau der "gsatzten Häuser" im Burgenland, deren Wände aus Ästen und Zweigen gewunden und mit einem Gemisch aus Lehm und Häcksel bestrichen wurden. An diese Konstruktionen erinnert das Wort "Wand".
source: AUSTRIA-Forum

Koschutnig 14.07.2017





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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