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abgesandelt (sein)



abgewirtschaftet (haben)


Wortart: Adjektiv
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 28.08.2013
Bekanntheit: 90%  
Bewertungen: 3 4

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Kommentare (5)


Dass "ein sprachlich eher ungebräuchliches Wort"
- so Andreas Unterberger, der abgehalferte Chefredakteur der "Presse" tagebuchbloggend in "Abgesandelt und abstürzend" ( http://tinyurl.com/ozlltcb) - sehr schnell populär werden kann, zeigen die Verwendungen der letzten Woche:
• »Nicht abgesandelt und grauslich zu Hause herumhängen. Jemand könnte ans Fenster klopfen...« (Schnuckelisis isis.soup.io/post/103098)
• »Abgesandelte Optimisten in der ÖVP« ( http://www.raketa.at/?fp_type=hot)
• »Unsere Politik ist abgesandelt« (meme-generator.de)
• »„Abgesandelt“ ist nur dieser Wahlkampf« (Kurier)
• »Dieser Wahlkampf ist "abgesandelt"«(Salzburger Nachrichten)
• »Die ÖVP wirkt auch ein wenig abgesandelt.« (politikon.at)
• »Koks ist besser als Bodybuilding und abgesandelt ist besser als schlüpfrig« titeln Josef Zorn und Peter Vogle ihre Besprechung des „Feuchtgebiete“-Films, und nach der Kritik an der Beschreibung des Films in den Medien meinen sie:» Jedenfalls ist Feuchtgebiete eher noch „abgesandelt“ als „schlüpfrig“.« http://www.vice.com/alps/read/filmbunker111-feuchtgebiete
Koschutnig 28.08.2013


Ja! - Sedlaczek lesen:
http://www.wienerzeitung.at/meinungen/glossen/571167_Abgesandelt-oder-total-am-Sand.html
JoDo 28.08.2013


Wie abgesandelt ist Österreich?
http://images01.kurier.at/46-57392243.jpg/620x460nocrop2/25.956.292
JoDo 14.09.2013


Robert Sedlaczek hat zu dem vom damaligen Wirtschaftskammerpräsidenten Leitl wieder zum Leben erweckten Wort erklärt:

Abgesandelt oder total am Sand? [...]
Es handelt sich um eine ... Verbalableitung zu Sandler, genauer: um ein Partizip Perfekt.
Sandler geht nicht auf "Sand" zurück, wie man beim ersten Hinsehen glauben könnte. Im Mittelalter gab es das Verb "seinen" mit einer ganzen Palette an Bedeutungen, mit denen sich heute die Arbeit der großen Koalition umschreiben ließe: sich verspäten, etwas auf die lange Bank schieben, jemanden aufhalten oder an etwas hindern. Das dazugehörende Adjektiv diente dazu, langsame oder träge Menschen zu charakterisieren.
source: Wiener Zeitung, 27.08.2013

Lanquart 19.04.2019





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: Freie Presse News Der Scrum Master Bairisch