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scheangeln



schielen


Wortart: Verb
Erstellt von: System32
Erstellt am: 10.08.2005
Bekanntheit: 84%  
Bewertungen: 68 0

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schiengeln
+10 

Kommentare (4)


"Schü(l)n" ist wohl nur die in den Dialekt gesetzte Form des Hochdeutsch-Wortes Schielen, kann man das als eigenes Wort Vokabel ansehen? Interessant wäre, woher sich "scheangln" herleitet...ich kenn es aus Wien und Steiermark
gruberin 14.07.2015


auch: neckisch schauen, mit den Augen flirten
berberitze 14.07.2015


Im Grimm'schen Wb. wird der Zusammenang zw. schielen, schiegeln, scheangeln hergestellt :
wanns in den augen schieglet. Abr. a S. Clara kehr. 2, 75, vgl. Frommann 2, 432, 106; nasaliert scheangeln Schmeller. 2, 368. Frommann 6, 252, Iterativbildung [= l-Endung des Verbs, wie bei 'Haken - häkeln' u.v.a.] zu dem folgenden.

- schiegen, verb., zu schieg, schief gehörig…
source: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm
Im Bayerischen Wb. von Johann Andreas Schmeller (1872-77) findet man „scheangeln“ hier: http://tinyurl.com/nnedjkh

Erstaunliche Bauernweisheiten hat der oö. Mundartforscher und Dialektgeograph Anton Pfalz erfahren:
Man soll einem kleinen Kinde in der Wiege nicht zu Häupten stehen, weil es leicht über sich schaut und dadurch „scheangeln“ (schielen) lernt.
Die Wiege eines Kindes soll man nicht mit dem Kopfteil gegen das Fenster stellen, sonst lernt es „scheangeln
source: Anton Pfalz, Bauernlehr' und Bauernweis' (1914)
,
Koschutnig 14.07.2015





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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