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Alkoda



Der Uhu (Vogel)


Kategorie: Natur
Erstellt von: Stitz
Erstellt am: 25.08.2008
Bekanntheit: 0%  
Bewertungen: 1 0

Dieser Eintrag sieht prinzipiell nicht schlecht aus aber es ist noch mehr Information nötig. Alles Kommentare und Bewertungen sehr erwünscht.

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aliquot
+3 

Kommentare (6)


Kennt das wer?
Steirer bitte melden.
JoDo 25.02.2010


Alkoda
findet sich im Katalog der Ausstellung "Die Wohnung" von
Ludwig Mies van der Rohe und dem Deutschen Werkbund. Stuttgart 1927 - nur ist´s dort der Alkoda-Gasherd ("weltberühmtes Fabrikat"). Alkoda-Sparherde für Holz und Kohle gab´s auch, waren aber alle nicht österr., waren kaum nacht-, sondern eher vormittagsaktiv und konnten alle nicht fliegen...Sollte deshalb nicht die standardisierte Namensform des Vogels dem Eintrag hinzugefügt werden?
Koschutnig 25.02.2010


Ein Beleg
"Das große niederösterreichische Mundartlexikon" kennt ebenso Alkoda für den Uhu.
Hier zu finden:
http://www.noe-mundart.at/pdf/inhalt_2.pdf

Ich selber kenne das Wort nicht, allerdings ist auch der Uhu selten geworden…
Zorgo 13.05.2012


Doch noch was - hier wird allerdings - von allen Eulenvögeln gesprochen und das Wort eher mit hartem t gesprochen. Also im link unter E nachzulesen

http://www.mundart.vulkanland.at/de/steirische-mundarten/letter_E.html#s3853
Zorgo 13.05.2012


Eulkater, Eulenkater
Nachdem es auf der von Zorgo angegebenen Seite auch Alln (=Eulen?) gibt, drängt es sich fast auf, dass der Alkoda oder Alkota ein Eul(en)kater ist. Tatsächlich steht es so im "Steirischen Wortschatz" (1903), S.207:
Eulkater m., Eule
( http://www.literature.at/viewer.alo?objid=840&viewmode=fullscreen&scale=2.5&rotate=&page=231)

Ob der Eul(en)kater jetzt eine Eule (Steirischer Wortschatz), eine männliche Eule (z.B. in einem Wikipedia-Artikel ( http://de.wikipedia.org/wiki/Katerloch)), oder ein Uhu (siehe oben) ist, ist wahrscheinlich nicht so genau zu sagen.

Ein oben angegebener Link ist übrigens nicht ganz richtig, der Alkoda ist hier zu finden:
http://www.noe-mundart.at/pdf/leseprobe_2.pdf
SeppSD 12.07.2012


Alkoda im Katerloch - Bravo, SeppD!
– Du erklärst damit auch das Katerloch im Bez. Weiz/Stmk, die großartige Tropfsteinhöhle nahe der Grassl-Höhle (nach dem Räuber Grassl oder Grasel), s. http://www.katerloch.at/:


Katerloch - ein hochpoetischer Name. [...] Das Geschlecht der Nachtvögel, dem die Grotte ein beliebter Aufenthalt ist , wird nämlich hier vom Landvolke Eulkater benannt ; wirklich wurden beim ersten Besuche drei dieser finster» Gäste aufgescheucht, und durch erfolglose Pistolenschüsse begrüßtAugust Mandel: "Die Graselhöhle und das Katerloch nächst Weitz in Steiermark". In: Steiermärkische Zeitschrift, hg. Steiermärkisches Landesmuseum Joanneum : NF, Bd. 4,1 (1837), S. 146 - http://tinyurl.com/d2u7lpv


Über die Grasslhöhle u.a. auch Adolph Schaubach : "Die deutschen Alpen: ein Handbuch für Reisende durch Tyrol", (1847):
.. oben gähnt den erstaunten Reisenden das weite Katerloch an, welches seinen Namen von den in ihm wohnenden Eulen, hier Eulkater genannt, hat. (S. 150) In amtsmäßig ordentliche Sprache verwandelt wird dann der Eulkater zum Eulenkater: Der Name der Höhle leitet sich übrigens von einem ihrer tierischen Bewohner ab, dem Eulenkater, wie die männliche Eule in der Steiermark genannt wird. (Generalregister der Jahrbücher etc. der Geologischen Bundesanstalt, Wien 2007)

Der Eulkater trieb sein Wesen allerdings nicht nur in der Oststeiermark:
Hans Watzlik: "Im Ring des Ossers. Erzählungen aus der Vergangenheit des Böhmerwaldes" (1922):
Wenn Waldkauz und Eulkater draußen wie besoffene Weinbrüder jauchzten, wenn aller Spuk der Bergnacht los war und unten in den Tälern die Lüste und Schmerzen der Welt tosten… (S. 194)

Koschutnig 12.07.2012





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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