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Sackerl



Tragetasche, Tüte


Wortart: Substantiv
Erstellt von: System32
Erstellt am: 18.01.2003
Bekanntheit: 63%  
Bewertungen: 8 0

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Kommentare (3)


Da viele Besucherinnen und Besucher aus D hier reinschauen,
... halte ich es für praktisch, auch 'Tüte' in der Übersetzung festzuhalten. Kaum ein Wort markiert übrigens so deutlich und exakt die Grenze zwischen A und D wie "Tüte". Wird man in Salzburg noch gefragt: "Woin'S a Sackerl?", heißt es bereits in Freilassing "Soi i'S Ihna in a Tüte 'nei?". Selbst im ländlichen Schliersee habe ich gehört: "a Diatn".
Brezi 04.05.2007


das Sackerl
ist (zumindest in W) in der Tat so etwas wie eine Institution. ;-) Wienerisch für Anfänger könnte ungefähr so klingen: An der KASSA (nicht Kasse): "Woll'n's a Sackal?" "Na, donk'schen, i hob a Dosch'n!" :-)
rolandschweiger 10.06.2012


Das Nomen "Sackerl" (n) für eine Tasche aus Papier oder Plastik für die Einkäufe ist österreichisches Standarddeutsch.

Standard in de: die Tüte, die Tragetasche
Standard in at und ch: die Tragtasche

(Variantenwörterbuch)
Standard 22.05.2016





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich verwendeten sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig. Die Seite unterstützt auch Studenten in Österreich, insbesondere für den Aufnahmetest Psychologie und den MedAT für das Medizinstudium.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Betonung entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden aus nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Vokabulars alles rund um die Küche.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Eingang in die Schriftsprache.