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Talken, Talggen, Talggn


[ tolggn, tolkn ]

Getreide, auf versch. Arten bearbeitet


Tags: Kärnten,Stmk.
Kategorie: Essen und Trinken
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 15.06.2008
Bekanntheit: 10%  
Bewertungen: 2 2

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Kommentare (2)


Getreide
das grießig oder mehlig zerstampft oder vermahlen und danach gequollen und getrocknet wurde. Wird angemacht und als Grütze gegessen. Erklärung von Retti (OEWB) :"Bäuerliche Fertignahrung" Bekannt in Kärnten (Nockgebiet), Osttirol, dem Lungau, Teilen der Steiermark von frühslaw.'talkuna'= geschroteter Hafer: vgl. russ. 'tolokno'=Hafergrütze Hat nichts mit den Wiener Böhmischen Dalken aus Hefeteig zu tun.

Kärntner Couscous:
Als Spezialität der orientalischen Küche ist vorgegartes und zerkleinertes Getreide gut bekannt. Die alpenrepublikanische Version von Bulgur und Couscous fristet dagegen ein Nischendasein - obwohl sie über lange Zeit ein Grundbaustein der Ernährung der bäuerlichen Bevölkerung von Kärnten und Teilen der Steiermark und des Burgenlandes war. Dennoch ist der Talggen - in manchen Regionen auch Munggen genannt - weitgehend in Vergessenheit geraten. Vielleicht, weil er schon früh mit "Arme-Leute-Küche" assoziiert wurde….
[quote: Low BudgetCooking:http://hedonistin.blogspot.co.at/2009/11/karntner-couscous-talggen.html] Ursprünglich wohl nur aus Hafer zubereitet (der Name leitet sich vom frühslawischen TǍLKǓNǍ für Haferschrot her …) kam im Laufe der Zeit jedes verfügbare Getreide zum Einsatz, und mehr: manchmal wurden auch Bohnen zugegeben.
Der hierorts erworbene Talggen - eine Mischung aus Hafer, Dinkel und Roggen - war sehr fein geschrotet, wie feiner Grieß. Wie solchen hab ich ihn auch verwendet.
source: Low BudgetCooking

Koschutnig 15.06.2008


Talggen kann zwar, muss aber nicht gekocht werden. Es reicht vollauf, ihn quellen zu lassen. Nicht zuletzt dieses einfache Handling hat den Talggen in früherer Zeit so populär gemacht. Er war die perfekte Verpflegung für unterwegs, am Feld, auf der Alm: Einfach in (saure) Milch, notfalls Wasser streuen, Löffel rein, essen. Frühes Fastfood. :-)
Ein klein wenig mehr Aufwand hab ich dem Talggen gegönnt, aber nicht viel mehr. Obwohl der Talggen auch herzhaft zubereitet werden kann, spielt er seine geschmacklichen Qualitäten in Süßspeisen am besten aus. Das Darren verleiht dem Talggen eine leicht malzige Note und nimmt ihm das "penetrante" Vollkornaroma, das mich sonst an Desserts und Kuchen aus der Vollwertecke stört.
source: Low BudgetCooking

Koschutnig 20.11.2016





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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