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einfrischen


[ einfrischen ]

Schnittblumen in eine Vase stellen


Wortart: Verb
Kategorie: Natur
Erstellt von: System32
Erstellt am: 18.02.2008
Bekanntheit: 50%  
Bewertungen: 3 0

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Kommentare (2)


Wie kommt es, dass dieses sehr österr. Wort es noch nicht zur Aufnahme ins Büchl gebracht hat?
2x literarisch:

Gerade noch rechtzeitig hatte Wettl am Abend vorher ein paar Handvoll von den schönen blutroten Ranken des wilden Weines abgeschnitten, um einen Kranz für das Grab ihrer Mutter daraus zu winden. Sie holte sie jetzt aus der Küche, wo sie [b]eingefrischt[/] lagen, und band sie sorgfältig zusammen
source: Emil Ertl, Die Leute vom Blauen Guguckshaus (1911/2011)
Und originell mit großgeschriebenen Zeilenanfängen im einzigen österr. Hexameter-Epos des 20. Jh. :
Cordula hatte die Blumen der greisen Köchin des Pfarrers
Selbst in die Küche gebracht, die dürstenden Stengel in Wasser
Sorglich noch [b]eingefrischt[/] und dann von der freundlichen Alten
Eilig Urlaub genommen.
source: Anton Wildgans, „Kirbisch oder Der Gendarm, die Schande und das Glück“ (1930)

Lanquart 21.04.2019


Wie kommt es, dass dieses sehr österr. Wort es noch nicht zur Aufnahme ins Büchl gebracht hat?
2x literarisch:

Gerade noch rechtzeitig hatte Wettl am Abend vorher ein paar Handvoll von den schönen blutroten Ranken des wilden Weines abgeschnitten, um einen Kranz für das Grab ihrer Mutter daraus zu winden. Sie holte sie jetzt aus der Küche, wo sie eingefrischt lagen, und band sie sorgfältig zusammen
source: Emil Ertl, Die Leute vom Blauen Guguckshaus (1911/2011)
Und originell mit großgeschriebenen Zeilenanfängen im einzigen österr. Hexameter-Epos des 20. Jh. :
Cordula hatte die Blumen der greisen Köchin des Pfarrers
Selbst in die Küche gebracht, die dürstenden Stengel in Wasser
Sorglich noch eingefrischt und dann von der freundlichen Alten
Eilig Urlaub genommen.
source: Anton Wildgans, „Kirbisch oder Der Gendarm, die Schande und das Glück“ (1930)

Lanquart 21.04.2019





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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