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Justamentstandpunkt

der,

Beharrung , Jetzt erst recht!


Wortart: Substantiv
Kategorie: Arbeitswelt Zwischenmenschliches
Erstellt von: Amalia
Erstellt am: 15.10.2007
Bekanntheit: 50%  
Bewertungen: 2 0

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Kommentare (4)


Vorschlag 1
zur Schreibung: da 'justament' todsicher von frz. 'justement' (=genau, eben, gerade) kommt, würde ich am Ende ein t setzen. Mit "am End'" hat es eher weniger zu tun, im Gegensatz zum Ortsnamen Fischamend, wo der Fluss Fischa in die Donau mündet, also "am End'" angelangt ist.
Brezi 20.10.2007


Vorschlag 2
zur Übersetzung. Den Zusatz "Jetzt erst recht" finde ich sehr gut. Statt einfach 'Beharrung' würde ich aber so etwas schreiben wie: "Trotzig-beharrliche Einstellung" oder so ähnlich.
Brezi 20.10.2007


Gestern wie heute: "Standpunkt, den jemand aus Gründen des Prestiges, aus Prinzip, aus Trotz nicht aufgibt, obwohl keine sachlichen Gründe [mehr] dafür sprechen" (Duden online, "österreichisch")
Die Erklärung von Bundeskanzler Kurz, dass die Republik von den 450 Mittelmeerflüchtlingen auch nicht einen aufnehmen werde, ist ein Schmerz für jeden wohlgesinnten Österreicher. Man kann das nur mehr als Justamentstandpunkt ansehen, der keinen Millimeter von seinen „Prinzipien“ abweicht.
source: Kleine Zeitung Steiermark, 20.7.2018, PressReader


Es ist ganz und gar unbegreiflich, warum sich eine hohe k. k. Eisenbahnbehörde so auf den Justamentstandpunkt stellt und allen Bitten und Klagen der Bewohnerschaft des Stodertales sowie der Touristenwelt kein Gehör schenkt.
source: Österr. Reichsrat, Abgeordnetenhaus, 1908

Lanquart 24.03.2019


Variante mit Fugen-s:
Irgendwann verhärten sich dann die Fronten, keiner will von seinem Justamentsstandpunkt abrücken.
source: Gerold Foidl, Der Richtsaal. Roman (1978/2017)

Wir durften nicht selbst noch zur Ausgrenzung beitragen und der Versuchung erliegen, Justamentsstandpunkte einzunehmen.
source: Benita Ferrero-Waldner, Kurs setzen in einer veränderten Welt (2002)

Lanquart 24.03.2019





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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