Thema: ... die kleinen Unterschiede ...

Ostarrichi > Grammatik > Grammatik in Österreich

... die kleinen Unterschiede ...
01.01.2009 von JoDo

... die kleinen Unterschiede ...
01.01.2009 von JoDo

Gelegentlich kann man hier lesen:

"Was sollen diese gemischten Einträge - Schriftsprache/Dialekt - in diesem Verzeichnis?
Warum macht ihr nicht ein reines Dialektwörterbuch?

Dazu ist mir folgendes eingefallen:
Der Sprachgebrauch im Österreichischen ist gekennzeichnet von einem stetigen Wechsel von verschiedenen Sprachschichten (Dialekt - Standard Kontinuum), vom Dialekt bis zur Hochsprache, das macht einen Unterschied zu den Gegenden, wo ENTWEDER Dialekt oder "HOCHDEUTSCH", was immer der betreffende Sprecher dafür hält, im täglichen Gebrauch verwendet wird.

Dieser Umstand rechtfertigt auch das NEBENEINANDER und MITEINANDER der verschiedenen Sprachschichten, also mögen sie auch in ´ostarrichi´ friedlich nebneinander bestehen.

Zitat:
Wechsel der Sprachschicht

In der sprachlichen Gegenwart des österreichischen Deutsch kann man sehr häufig einen Wechsel der Sprachschichten beobachten. So werden in hochsprachlich gesprochenen Sätzen immer wieder umgangssprachliche Wörter und Dialektbegriffe eingebaut. Umgekehrt werden zur Betonung innerhalb der Umgangssprache, einzelne, betonte Wörter zur Verstärkung in Hochsprache ausgedrückt.

Dies geschieht nicht als Anbiederung an die jeweils andere Sprachschicht, sondern dient einer stilistischen Nuancierung und Erweiterung der Ausdrucksmöglichkeit. Es ist keine Vermischung, sondern zeigt das Wissen um die jeweilig anderen Sprachschichten und deren Alltagsbedeutung – vor allem deshalb, da oftmals die gleichen Worte in den jeweils anderen Sprachschichten unterschiedliche Bedeutungen haben können – dies auch verstanden, und gerade auch von höheren Gesellschaftsschichten bewusst eingesetzt wird.

Dieser Sprachschichtwechsel ist auch in der österreichischen Literatur sehr häufig zu finden (Karl Kraus, Die letzten Tage der Menschheit, Arthur Schnitzler etc.), in der österreichischen Presse (immer weniger), aber auch als Bestandteil des „Burgtheaterdeutsch“, der typisch österreichischen Hochsprachreferenz schlechthin.
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreichisches...

Es geht um die Kennzeichnung der Begriffe.
04.05.2009 von System1

Das Dialekt-Standard-Kontinuum im nicht standardisierten Bereich ist den meisten bekannt.

Es geht um die Kennzeichnung der Begriffe, damit das österreichische Standarddeutsch benutzt und von nicht standardisierten Formen abgetrennt werden kann.


Einloggen




Impressum | Nutzung | Datenschutz

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: Urbanes Wörterbuch The Free Press News Russwurm