Thema: Kalvarienberg

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Kalvarienberg
27.06.2007 von JoDo

Kalvarienberg
27.06.2007 von JoDo

von Josef Weinleber aus Wien, Wörtlich, 1953

Alt-Wiener Gigerlfutter, Dåtteln, Feign,
Papierschirm, Teddybärn und Kindergeign,
Wurschteln und Puppen, Blechuhrn, Gummibålln,
mit Vornam ausstaffierte Jausenschåln,
vü' Taschelziacher und kan Detektiv,
der ideale Druckknopf »Nur ein Griff«,
Pistolen, Tomahawks und Federhaubn,
ein Durchanand und Wirbel, net zum glaubn,
Kruppzeug von Madeln, dreizehn, vierzehn Jåhr,
verwogne Kappelbuam mit pickte Håår,
Holzteller, Kollöffeln und Schåchtelwerch,
echt brandgemålt: »Gruß vom Kalvariberg«,
Bamkraxler, Ratschen, Trummeln, Luftballaun,
a Schreihåls: »Hier die letzte Sensatiaun«,
dazwischen Kinderg'wirkst und Kinderglück,
versoffne Tippler, gierig auf an Tschik,
blecherne Saxophon und Zeppelin,
kopfgroße Juxpaketln und nix drin,
kandierte Äpfeln, Zelteln, Kokosnüß,
Wurstzeug aus Marzipan, mit Fliagnschiss',
»Das Wunder-Ei, zehn Groschen nur ein Stück«,
und wieder Kinderg'raunz und Kinderglück,
der erste schöne, wårme Täg im März,
dazua das guade, ålte Wienerherz,
wås in sein Leichtsinn, in sein Übermuat
auf sein Årt fåsten und in sich gehn tuat,
von Åschermittwoch bis Kårsamståg nein –
So wårs, so is 's, und so Solls immer sein.

Kalvarienberg, die Zweite ...
18.02.2012 von JoDo

kawarebeag fotografian

med ana kamara
kawarebeag untn
med ana kamara
kawarebeag om
med ana kamara
auffe und owe
med ana kamara
geng an kawarebeag
geng de bamgraxla
geng de rodn und
d blaun und d göm
und geng d grina
indeanahaumafedan
med ana kamara
auffe und owe
und ume und iware
und ausse und eine
und schif und grod
und linx fabei und rechz fabei
und rundumadum um s dawanakl
und duach n himö hoch
und duach d höö has
und kawarebeag untn
und kawarebeag omad
med ana kamarakamara
.....
bis das de brenesln
aus n objegtif
aussaschbrizzn

(«med ana schwoazzn dintn», Artmann 1958: p. 123).

P.S.: Gerade gehört in einer alten Aufnahme mit RICHARD EYBNER.


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: Atlas Russwurm Atlas Body Center