Thema: Eierspeistrapper

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Eierspeistrapper
05.02.2007 von blutsturz

Eierspeistrapper
05.02.2007 von blutsturz

Ich erinnere mich, diese Bezeichnung für Angehörige deutsch-nationaler
Verbindungen gehört zu haben - fand sie aber auch ohne nähere Erklärung
in einer Abhandlung mit dem Zusatz "...trapper der NSDAP" erwähnt.
Im Netz findet man es auch als Ausdruck für "Pfadfinder".
Weiß jemand mehr?

MfG

Blutsturz

06.02.2007 von HeleneT

Immer wenn es darum geht mit etwas (scheinbar) übermächtigem klar zu kommen, egal ob es jetzt von der Position des Minderwertigkeitskomplexes aus geht oder um das tatsächliche Problem von einer Macht beherrscht zu werden gegen die man nicht ankommt, blüht nicht nur die Satire und der Witz darüber sondern alle Formen der Verniedlichung bzw. Wörter die das, das jemanden ohnmächtig macht in seiner Hilflosigkeit und Verzweiflung auf ein Niveau herunter zu holen, auf Wörter, die vertraut und harmlos klingen, einfache Lösungen zu finden für das Unbeschreibliche. Das sind Strategien die helfen in Notzeiten zu überleben.

So sehe ich den Eierspeistrapper. Eier waren etwas das die damalige Landbevölkerung meistens zur Verfügung hatte und der Trapper war etwas das man aus Büchern kannte, bzw. als Fortsetzungsroman in der Landzeitung abgedruckt wurde, aber für die meisten eben eher eine Phantasiegestalt in die viel hineininterpretiert werden konnte. Damit ist die Mischung etwas das an einen einfachen Menschen erinnert der irgendwie nicht ganz in das hier und heute passt. Ein Phantast würde man heute sagen.

Wenn du dir einmal die Zeit des 2. Weltkriegs einmal genauer vornimmst und dir ansiehst wie die Menschen versucht haben zu überleben, wirst du auf viele solche Ausdrücke stoßen. Die Menschen werden da sehr kreativ. Gespräche darüber mit sehr alten Menschen machen Staunen, wenn sie überhaupt darüber sprechen möchten oder können.

Mein Großmutter hätte wohl gesagt: Wenn man den Bauern aufs Pferd setzt, darreit ihn kein Teufel mehr. - War auch ihr karger Kommentar zu Hitler, an den ich mich noch erinnern kann.

03.05.2007 von uhunochmwoidbrand

In diesem Zusammenhang kann es sich möglicher Weise um die Wr. akad. Burschenschaft Teutonia handeln.

Da deren Kopfbedeckung mit Phantasie an die Hutform der kanadischen Fallensteller erinnert, ließe sich darin ein Zusammenhang erkennen. Im couleurstudentischen Milieu hat sich die Bezeichnung "Eierspeißreindel", wegen der gelben Mützenfarbe der Teutonencouleur, durchgesetzt.

Mit dem NS hat die B! Teutonia nichts zu tun; ebenso, wie alle anderen deutschnationalen Korporationen. Auf jeden Fall ist das obig genannte Wort eher ein Insiderwitz, als ein Austriazismus.

Siehe http://www.teutonia.at

03.06.2007 von System1

Mit dem NS hat die B! Teutonia nichts zu tun; ebenso, wie alle anderen deutschnationalen Korporationen.

darüber liesse sich im Ernstfall aber schon noch diskutieren ....


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

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Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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