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Scherm : Scherbe


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Scherm

der, -s, -
Scherbe


Art des Wortes: Substantiv

Erstellt von: pedrito am Jul.2006

Gebrauch:

Ähnlich klingend:      
Scherm  
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Links: Österreichisches Wörterbuch : Scherm V W

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Bekanntheit

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Bewertungen (72)



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Hierher gehört wohl auch das Schimpfwort "der (mislsüchtige) Grant-Scherm" für eine depressive Person.
von Remigius am 09.Sep.

 
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Scherben,
althochdeutsch 's c i r b i' = "Scherbe ; irdener T o p f". Schon damals also dasselbe Wort für das Material und das Gefäß, ein 'Pars pro Toto' ("Teil fürs Ganze") wie z.B. "das Leder" = Fußball.
Die mehrfachen Einträge zeigen, wie sehr der Sinnzusammenhang dort verloren gegangen ist, wo man das [b] vernachlässigt hat. (Beim fachsprachlichen Scherben in der Keramik - "Die Farbe des Scherbens variiert zwischen Weiß und hellem Rotbraun " - bemüht man sich hingegen sehr wohl um eine korrekte Aussprache - und beim "Zirmwald" und "Zirmbett" und den meisten anderen der 1/1 Dutzend nachweisbarer Zusammensetzungen mit "Zirm-" ist man sich sicherlich noch der Zirbe(l) bewusst.)

Völlig verloren gegangen jedoch ist der Sinnzusammenhang mit dem Scherben dort, wo
"Grantscherm" geschrieben wird: Der Grantscherben (Grantscherbn) entspricht ja dem 'Sauertopf' = mürrischer Mensch.
Der Sauertopf/Grantscherben (s. Granten = die s a u r e n Preiselbeeren) aber nahm die Weinreste zur Essigbereitung auf. Auch "Essig-Krug" und plattdeutsch "Surpot" sind als Bezeichnungen für jemanden, der mürrisch ("sauer") ist, belegt.

Zu "Scherben" siehe auch die Wendung
"den Scherben auf haben" = "den (vollen) Nachttopf übergestülpt bekommen" - und das ist drastisch! Weit unangenehmer noch als "wie ein begossener Pudel dastehn"!
von Koschutnig am 09.Sep.

 


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