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einibuttern : investieren, finanziell beteiligen


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einibuttern

investieren, finanziell beteiligen


Erstellt von: pedrito am Jun.2006

Ähnlich klingend:    

Links: Österreichisches Wörterbuch : einibuttern V W

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Bekanntheit

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Bewertungen (3)



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einibuttern
Wenn der Deutsche sich an etwas finanziell beteiligen will, dann wird er etwas zubuttern oder beisteuern.
von Compy am Oct.2011

 
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Arnold Zweig (geboren 1887 in Schlesien, gestorben 1968 in Ost-Berlin und nicht verwandt mit Stefan Zweig ) beschrieb 1926, wie's so vielen damals erging:
Und nun lag in seiner Schublade hier wohlverwahrt die Mitteilung dieser selben Gesellschaft — vor fünf Jahren mochte er sie bekommen haben — dass ihm am heutigen Tage vertragsgemäß vierzigtausend Papiermark überwiesen würden, da er sich für den Erlebensfall und ein Alter von siebenundsechzig Jahren bei ihr eingekauft hatte. Vierzigtausend Papiermark gleich zwei Dollar, nachdem er nach und nach an vierundvierzigtausend Goldmark im Verlauf seiner unermüdlichen Arbeitsjahre in den Spartopf dieser geschickten Gesellschaft gebuttert hatte. Und jetzt wagte sie, wahrscheinlich mit den alten Kundenlisten arbeitend, ihn von neuem anzulocken bis zur nächsten Inflation!
Quelle: Arnold Zweig, „Der Regenbogen“ (1926), in „Novellen“ (1987)
„buttern“ = Geld (erfolglos!) in etwas hineinstecken/investieren“ ist also nicht nur österreichisch und „eini/eine“ ist bloß eine Verdeutlichung dazu so wie ‚auf-’ bei ‚aufoktroyieren’, oder ‚vor’- bei ‚vorprogrammiert’ oder ‚Rück’- bei ‚Rückantwort’.
s.a. den 2., jedoch 10 Jahre jüngeren Eintrag derselben Art einebuttern

Und der deutsche User Compy hat ja bereits gesagt, wie das ugs. " buttern" in D auch noch verwendbar ist.
von Koschutnig am 15.Mar.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

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Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.