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hienach : hiernach, demnach, darauf


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hiena̲ch

hiernach, demnach, darauf


Art des Wortes: Adverb

Tags: bildungssprachlich

Erstellt von: Pernhard am 19.Jun.

Region: Wien 14, Penzing (Wien)

Gebrauch: Österr. Standarddeutsch

Ähnlich klingend:            

Links: Österreichisches Wörterbuch : hienach V W

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Bekanntheit

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Nicht mehr so ganz Jugendsprech, doch wert, dass man sich seiner erinnert: Im Hauptwerk eines ganz, ganz Großen an der Wende vom 19. zum 2o. Jh., in Otto Weinigers „Geschlecht und Charakter“ findet man eine Reihe von „hienach“, nicht immer in so grandioser Verwendung wie in::
Wie Morphologie, Physiologie und Entwicklungsmechanik, so ist auch eine vergleichende Pathologie der sexuellen Typen vorderhand ein Desiderat [...] Wenn diese erweist, dass eine Krankheit beim weiblichen Geschlecht sehr erheblich häufiger sich findet als beim "männlichen", so wird man hienach im allgemeinen die Annahme wagen dürfen, sie sei eine dem Thelyplasma eigentümliche, "idiopathische " Affektion.
Quelle: Otto Weininger, Geschlecht und Charakter (1903/2014)
.
Es geht bei Weininger allerdings auch einfacher:
S. 231:
Es ist hienach nur zwischen solchen Morallehren zu wählen, welche Ideen, Maximen des Handelns aufstellen
Quelle: Geschlecht und Charakter, S. 231

oder auf S. 336:
All das ist hienach nicht schwer mehr zu erklären.
Quelle: Geschlecht und Charakter, S. 336

Hienach bleibt es allerdings offen, weshalb Weiniger sich mit 23 1/2 Jahren das Leben nahm.
von Koschutnig am 19.Jun.

 


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

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Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

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