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hievor : hiervor


-1

hievo̲r

hiervor


Art des Wortes: Adverb

Kategorien: Amts- und Juristensprache

Erstellt von: Pernhard am 19.Jun.

Region: Wien 14, Penzing (Wien)

Gebrauch: Österr. Standarddeutsch

Ähnlich klingend:            

Links: Österreichisches Wörterbuch : hievor V W

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Bekanntheit

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Bewertungen (3)



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"Gebrauch: süddeutsch, österreichisch, sonst veraltet" - Da hat Duden wohl automatisch einen Stehsatz verwendet: Die Form ist zwar in der Schweiz durchaus noch gang und gäbe, in Österreich aber sicher nicht. Immerhin, ein Österreicher, auf den wir ja ziemlich stolz sind, Maximilian I von Habsburg ("der letzte Ritter") verwendet sie in seinem epischen "Theuerdank", aber 1517 ist halt auch nicht mehr zeitgenössisch.

Neidelhart zu dem Helden trat
In sein Gemach an eim Abend spat,
Sprach im mit Worten also zu:
»Herr, schlaft heinacht mit gůter Rů,
Dann ich hab die vorigen Nacht
Mein Schlaf mit gůter Rů vollbracht,
Darumb so will ich heint fürwar
Auch wachen, wie Ir habt hievor
All Sach bestellet und getan.«
Der Held dasselb zů Dank nam an..
Quelle: Maximilian, Teuerdank (1517) - Projekt Gutenberg

von Koschutnig am 19.Jun.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.