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Angabe : Anzahlung


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Angabe

die, -, -n
Anzahlung


Art des Wortes: Substantiv

Tags: veraltend

Erstellt von: Koschutnig am 26.May.

Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)

Gebrauch: Österr. Standarddeutsch

Links: Österreichisches Wörterbuch : Angabe V W

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Bekanntheit

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Bewertungen (6)



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Wie kann man sein Geld am sichersten anlegen und dabei zugleich ein reicher Mann werden? - Man kauft sich ein k.k. Prämien-Los vom Jahre 1864 [...] auf diese Weise, dass man sogleich als Angabe blos 10 fl. zahlt, und den Rest von 90 fl. in monatlichen Raten zu 5 Gulden abzahlt.
Quelle: Innsbrucker Nachrichten (28.10.1865)
Trotzdem begehrt er gemäß § 932 bGb. Aufhebung des Vertrags, Rückgabe der geleisteten Angabe von 110 fl. und Schadenersatz, das ist Ersatz der tierärztlichen Kosten per 8 fl. 65 kr.
Quelle: Zentralblatt für die juristische Praxis Bd. 15 (1898)
Wo die Angabe geleistet und hiemit die Ausführung des Uebereinkommens ins Leben getreten, folgt nicht die Ausführung, sondern die Durchführung der weiteren Bedingungen des Uebereinkommens, gewöhnlich die Auszahlung des Restbetrages des Kaufschillings.
Quelle: Allgemeine österreichische Gerichtszeitung 22 Jg, Nr. 54 (7.7.1871), S. 214
es war durchaus kein außergewöhnliches Vorkommnis, dass der Kommissionär jenen Schluss, auf welchen er als Käufer eine Angabe empfangen hatte, im Termine erfüllen musste, während der eigentliche Kompensationsschluss, auf welcher er als Käufer eine Angabe geleistet hatte und welcher dazu bestimmt war, zur Erfüllung des ersten Verkaufsabschlusses verwendet zu werden, von dem, dem Kommissionär ganz und gar unbekannten Besitzer des Schlusses nicht erfüllt werden konnte
Quelle: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik Hg. 78(1902)
Nachdem der Gefertigte die sämmtlichen noch in erster Hand befindlichen Genf St. Genois'schen Lose von den Bankhäusern S.M. v. Rothschild und Hermann Odesco’s Söhne käuflich übernommen hat, [...] hat der Gefertigte eine gewisse Anzahl dieser Lose bestimmt, welche er auf 10monatliche Raten, mit einer Angabe von 4 fl. und den Rest in gleichen Terminen, mit 6perz. Zinsenvergütung verkauft.
Quelle: Fremden-Blatt, 17.3.1862, Beilage

von Koschutnig am 26.May.

 
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Es fällt auf, dass alle Verwendungsbeispiele für "Angabe" in der Bedeutung Anzahlung aus sehr alten Texten stammen, obwohl das Wort im österr. Sprachgebrauch so doch durchaus noch lebendig ist, wie ja auch Duden bestätigt:
BEDEUTUNGSÜBERSICHT ... 4. österreichisch Anzahlung [...]
BEDEUTUNGEN, BEISPIELE UND WENDUNGEN
4. Anzahlung
Gebrauch österreichisch
Beispiel
eine Angabe leisten
Quelle: Duden

von Dekubitus am 26.May.

 
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Zu den "aktuellen" Beispielen der Jahre 18xx


Hier deutlich aktueller - 2013 - Allerdings aus Deutschland, was auch dort wie es scheint in Anwendung ist.
https://tinyurl.com/y79qbowm

Die Vergütung von Windstrom zum Beispiel kann abgesenkt werden – allerdings differenziert nach der Standort-Qualität. Wo besonders viel Wind weht, kann sie stärker sinken. Auch sollten Unternehmen, die für in eigenen Kraftwerken produzierten Strom bisher keine Stromnetz-Kosten zahlen müssen, künftig eine Angabe leisten müssen. Das entlastet die anderen Verbraucher. Die Abgabe müsste aber gestaffelt – je nach Klimawirksamkeit des Energieträgers - erhoben werden. Für Solarstrom wäre sie niedriger als für Kohlestrom.
von Kai Wintherbauer am 27.May.

 
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Ergänzend:
Auszug aus einem Interview der Frankfurter Rundschau mit dem CSU-Umweltpolitiker Josef Göppel vom 19. März 2013...
von Kai Wintherbauer am 27.May.

 
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Zur "Ergänzung" -
Diese "Angabe" auch in Deutschland???
Erste Vermutung: ein DRUCKFEHLER?

Gar nicht lang hab ich gebraucht, um das Original des zitierten Interviews zu finden und – ja, die gegenständlicheAngabe“ des Bundestagsabgeordneten Göppel auf dessen eigener (!) Homepage ist tatsächlich bloß ein Druckfehler. 2x steht in der Zeitung nämlich "Abgabe":

Hier das Original:

Auch sollten Unternehmen, die für den in eigenen Kraftwerken produzierten Strom bisher keine Stromnetz-Kosten zahlen müssen, künftig eine Abgabe leisten müssen. Das entlastet die anderen Verbraucher. Die Abgabe müsste aber gestaffelt – je nach Klimawirksamkeit des Energieträgers – erhoben werden.
Quelle: Frankfurter Rundschau, 19. März 2013

von Koschutnig am 27.May.

 
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zumindest für mich zählt in erster Linie die Schreibweise auf der eigenen Homepage der Quelle.. und ist damit wie beschrieben in Anwendung zu finden.. die Zeitung hat ihre Schreibweise, gönnen wir es ihr ;-)
von Kai Wintherbauer am 27.May.

 
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Was war früher, die Henne oder das Ei? Hier ist's klar, was das Ursprüngliche ist. Auf der Homepage steht's ja drüber:
"Interview der Frankfurter Rundschau mit dem CSU-Umweltpolitiker Josef Göppel vom 19. März 2013"
Quelle: Goeppel.de Presseberichte
Beim Abschreiben passieren halt Fehler. (Und selbst wenn's keiner wär, wär's nicht arg, denn schließlich ist Herr Goeppel ein CSU-Politiker, also ein Bayer, und wie der Eintrag alle damlaung also der in Bayern ganz selbstverständlichen Wendung "alle Daumenlang" durch den "Ergänzung"-Verfasser zeigt, ist ihm typisch Bayrisches mindestens so österreichisch wie tatsächlich Österreichisches.)

Als vermutlicher Schreibfehler aufgefallen war mir das Wort im Text der "Ergänzung", da ich beim Lesen gewöhnlich auch mein Gehirn einschalte: Die Rede ist ja ganz klar nicht von einer Anzahlung (österreichisch auch "Angabe"), sondern eben von einer Abgabe - siehe 9 Wörter weiter.
von Koschutnig am 27.May.

 
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Das "K-Problem" Was war früher, die Henne oder das Ei?




Henne-Ei-Problem

Das Henne-Ei-Problem – ausgedrückt durch die Redewendung „Was war zuerst da: die Henne oder das Ei?“ – bezeichnet als Redensart eine nicht zu beantwortende Frage nach dem ursprünglichen Auslöser einer Kausalkette, deren Ereignisse wechselseitig Ursache und Wirkung darstellen. Mathematisch liegt ein Henne-Ei-Problem vor, wenn sich Beziehungen nicht topologisch sortieren lassen, also keine Halbordnung bilden.


weiter Wiki:
https://de.wikipedia.org/wiki/Henne-Ei-Problem


von вихрь :-) am 27.May.

 


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Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

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