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Jungbürger : Jugendlicher, der in den Stand der...


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Jụngbürger

der, -s, -
Jugendlicher, der in den Stand der vollen bürgerlichen Rechte eintritt


Art des Wortes: Substantiv

Erstellt von: Koschutnig am 22.Feb.

Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)

Gebrauch: Österr. Standarddeutsch

Links: Österreichisches Wörterbuch : Jungbürger V W

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Bekanntheit

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Veraltet ist die „Jungbürger“-Definition des österr. AEIOU-Lexikons, seit der Nationalrat 2007 das Wahlalter für Bundeswahlen auf 16 gesenkt hat, sodass Wahlalter und bürgerliche Rechte der Volljährigkeit (die ohnehin 1973 von 21 auf 19 und dann 2001 auf 18 Jahre reduziert worden war) nun wohl für lange Zeit auseinanderklaffen:
Jungbürger, Jugendliche, die das aktive Wahlalter erreicht haben und die somit in den Stand der vollen bürgerlichen Rechte eintreten.
Quelle: AEIOU
Für die Schweiz aber mag die Definition des "Schweizerhochdeutsch"-Duden (2014) für "Jungbürger, Jungbürgerin" weiterhin gelten: "Person, die das Stimm- und Wahlalter erreicht hat."
Wer aber kam da ins Marktzentrum von Nussdorf, die 16- oder die 18-Jährigen?
Zur traditionellen Jungbürgerfeier lud die Gemeinde Nussdorf kürzlich in das Marktzentrum ein.Etwa die Hälfte der geladenen Jungbürger, exakt 14 an der Zahl, folgten der Einladung und nahmen die Gelegenheit wahr, ihren Heimatort und dessen Spitzenvertreter besser kennenzulernen
Quelle: NOEN.at (106.16)
Wird das Wort allerdings außerhalb Österreichs oder der Schweiz gebraucht, beinhaltet es gewöhnlich keine spezielle staatsbürgerliche Qualifikation:
das Sozialprestige des Militärs ist in eher pazifistischen Gesellschaften wie Deutschland so niedrig, dass nur wenige Jungbürger in Uniform arbeiten möchten.
Quelle: Michael Wolffsohn, Zum Weltfrieden (2015)

von Koschutnig am 22.Feb.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.