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Zaunspelte : Zaunlatte aus Spaltholz


-1

Za͟unspelte

die, -, -n
Zaunlatte aus Spaltholz


Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Technische Begriffe

Tags: Tirol. Steiermark u.a. veraltend selten

Erstellt von: Koschutnig am 01.Feb.

Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)

Gebrauch: Österr. Standarddeutsch

Links: Österreichisches Wörterbuch : Zaunspelte V W

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Bekanntheit

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Wenn ein Rind zwischen den Klauen Geschwüre bekommt, so radelt man den Wasen unter dem kranken Fuße heraus und steckt ihn umgekehrt auf eine Zaunspelte.
Quelle: Ignaz Zingerle, Sitten, Bräuche und Meinungen des Tiroler Volkes
(1871)
§. 57 Wer solche Holzgattungen ohne Anzeige und Noth nicht zum eigenen Bedarfe verwendet, sondern Zaunspelten, Schindeln oder die ganz verbothenen Besenstiehle zum Verkaufe erzeugt, zieht nebst dem Erlage eines Waldzinses von 240 Stück oder 1 Pfund Zaunspelten .. 2 fl. 30 kr. [...] auch noch die Konfiskations-Strafe des Erzeugten unablässslich auf sich.
Quelle: Kurzer Abriss der allgemeinen Forstbotanik nebst sämmtl. in den k.k. österr. deutschen Staaten und Galicien bestehenden Forstgesetzen (1846)
Steht der Zaun als Weidezaun auf der Wiese, lässt man die Zaunspelten oben spitz zulaufen, bei einem Zaun in der Nähe des Hauses werden die Spelten oben waagrecht abgestumpft, damit die Bäurin ihre großen Wäschestücke zum Trocknen drüberhängen kann.
Quelle: Gunda Schricker, Bericht über Hubert. Aus dem Leben eines Südtiroler Bergbauern (2003)
Mit „Misl- oder Mistelholz“ bezeichnete man – wenigstens in der nordöstlichen Steiermark- Holz nicht nur für Scheiter, Schindeln und Zaunspelten, sondern auch für Dauben, Zargen und ähnliches. [...]
Nach Auskunft meines Bruders, Bauer in Schachen 87 bei Vorau, war „aufmisln" ein oft gebrauchter (mir aber entgangener) Ausdruck unseres 1968 verstorbenen Vaters für das Klieben von Rundholz zu Zaunspelten oder Scheitern
Quelle: Blätter für Heimatkunde des Histor. Vereins für Steiermark, Bände 60-63 (1986)

von Koschutnig am 01.Feb.

 


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Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

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