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Trottolose : Schwachsinn; Unsinn


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Trottolo̲se

die, -, keine
Schwachsinn; Unsinn


Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Humorige Bezeichnungen

Erstellt von: Koschutnig am 19.Jan.

Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)

Gebrauch: Umgangssprache

Ähnlich klingend:        

Links: Österreichisches Wörterbuch : Trottolose V W

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In der k.k. Monarchie grassierte im 19. Jh. eine eher milde "Trottellose", doch die wurde von der weit ernsteren "Trottolose" abgelöst.
Hat's wer von Walschen gehört und zuerst nicht kapiert,
dann aber gelacht und zu uns gebracht?
1891 stand dieses Wort nämlich schon in einem italienischen Wörterbuch („Vergröß. zu Kreisel, Pirouette“):
TRÒTTOLA, s.f. Sòrta d'erba tonda. [...] TROTTOLOSE, accr. di Tròttola.
Quelle: Policarpo Petròcchis „Nòve dizionàrio universale della lingua italiana“
1972 wird’s allerdings definiert als Kegelstumpf:
TROTTOLOSE ( = a tronco di cono)
Quelle: Luigi Grazzi, Parma Romana (1972)
Und sensationell ist die Verbreitung - zwar kaum in D, wohl aber im ehem. „Deutsch-Südwest“:
Betr.: Kommentar „Folgenschwere Umbenennung“ (AZ, 24. Oktober 2016) ... Wir leben seit fast 29 Jahren in der Gloudinastraße. Es fällt mir jedes Mal noch schwer, den neuen Namen auszusprechen. Sage ich aber „former Gloudina Street“, weiß jeder, wo er hinmuss. Eine Trottolose, finde ich auch, so wie Sie, Straßen umzubenennen, die rein gar nichts mit Politikern zu tun haben, z.B. Klein-Windhoek-Weg. So, jetzt fühle ich mich ein bisschen leichter.
Roswitha Kleber, Windhoek
Quelle: Allgemeine Zeitung, Namibia
Und natürlich in Österreich, da scheint's jedem geläufig:
Der Tenor "losds de Bankn verrecken" ist ja vollkommene Trottolose.
Quelle: Zeitwort.at
Renate [...] beschuldigt unliebsame Gegner liebend gern der Alkoholsucht, der Verblödung, der Trottolose, des Irrsinns, und der totalen geistigen Umnachtung und Sinnentleerung.
Quelle: Dahamist.at
DAS Mitglied auf Mitgliederin zu ändern, ist aber wirklich der Gipfel an Trottolose.
Quelle: Andreas Unterberger.at, Komm. v. Paige 02. Oktober 2011
es wird alles in die weiter idiotisierende Werbung gesteckt und immer wenn man glaubt, das Optimum an Trottolose sei erreicht, wird flugs ein neues Stadium erreicht
Quelle: Georg Schmid, Friedhof der Namenlosen. Roman (1982)
Die ganze Trottolose unserer Gewerbeordnung kurz zusammengefasst:
Ein Gewerbeschein für Finger, einer für Füße
Quelle: Patrick Minar auf Twitter
nicht jedes Kind "wählt" von Anfang an seine geeignete Schlafposition ... die Seitenlage halt ich für reine Trottolose. Wäre seitlich Liegen notwendig für das menschliche Gedeihen, dann könnten die Kinder das auch von selbst und es bräuchte keine ... Seitenlagerungskissen oder -keile
Quelle: parents.at, 10.10.05

von Koschutnig am 19.Jan.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.