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Schülerlade : Schulbuchausleihe


-1

Schü̲lerlade

die, -, -n
Schulbuchausleihe


Art des Wortes: Substantiv

Tags: veraltend

Erstellt von: Koschutnig am 15.Jan.

Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)

Gebrauch: Österr. Standarddeutsch

Links: Österreichisches Wörterbuch : Schülerlade V W

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Bekanntheit

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Meine Mutter hat schon immer sehr gekämpft, besonders zu Schulanfang [...] Ich hab damals auch - da hat es noch diese Schülerlade*) gegeben - immer gebrauchte Schulbücher bekommen, denn meine Mutter konnte nie neue kaufen.

*) Schülerlade - vor Einführung der Gratisschulbücher in Österreich im Jahr 1972 konnten Schüler gebrauchte Lehrbücher über die Schülerlade entlehnen.
Quelle: Irene Riegler, Heide Stockinger, Generationen erzählen (2005)


Durch die Gratisschulbücher für alle Schüler und die Abschaffung des Schulgeldes an sämtlichen öffentlichen Schulen haben zahlreiche „Schülerladen“ ihre soziale Funktion eingebüßt und wurden aufgelöst, weshalb Erwähnungen vor allem in historischem Zusammenhang zu finden sind:
Die Anforderungen, welche an den Unterstützungsfond der Schülerlade im Schuljahre 1876 gestellt wurden, waren ziemlich bedeutende. An Schulbüchern, dann an Schreib- und Zeichenrequisiten wurde das Erforderliche beigeschafft
Quelle: Jahres-Bericht des K.K. Staats-Real- und Obergymnasiums zu Brünn (1876)
Seit 1872 existierte am Schottengymnasium eine Schülerlade, die ärmere Schüler finanziell unterstützen sollte.
Quelle: Johannes Jung, Das Schottengymnasium in Wien
(1997)
Daneben gab es immer noch, eher vereinzelt, den begabten Sohn des Kleinbürgers und des "kleinen Angestellten" [...] Für gerechte Verminderung der finanziellen Lasten (Schulgeldermäßigung, Schulgeldbefreiung, Schülerlade, Verleihung von Stipendien) war dabei stets gesorgt.
Quelle: Robert Winter, Das Akademische Gymnasium in Wien. Vergangenheit und Gegenwart (1996)
Auf der Website des bischöflichen Gymnasiums Paulinum in Schwaz aber ist eine Auflistung der für die diversen Büchersammlungen der Schule zurzeit zuständigen Lehrer
Schülerlade Deutsch. Tschuggnall.
Schülerlade Englisch. Thummer-Wolf.
Schülerlade Klassische Sprachen. Thummer.
Schülerlade Romanische Sprachen. Feldhütter.
Quelle: Gymnasium Paulinum

D:
Die Schulbuchausleihe ist in Rheinland-Pfalz für Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen der Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Realschulen plus, Gymnasien, Kollegs und Integrierten Gesamtschulen möglich.
Quelle: Rheinland-Pfalz.de

von Koschutnig am 15.Jan.

 


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Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.