5 stars - 1 reviews5

Tattermandl, Tatarmandl, Tatermandl : Brunnenfigur mit Türkenkopf


+1

Tạttermandl, Tạtarmandl, Tạtermandl

das, -s, -(n)
[ tatɐ.mandl ]
Brunnenfigur mit Türkenkopf


Art des Wortes: Substantiv

Tags: Kärnten

Erstellt von: Koschutnig am 05.Jan.

Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)

Gebrauch: Umgangssprache

Links: Österreichisches Wörterbuch : Tattermandl, Tatarmandl, Tatermandl V W

Dieser Eintrag ist noch nicht Teil des Wörterbuches.

  


Bekanntheit

Ab zehn Bewertungen erstellen wir eine Karte Österreichs mit der Bekanntheit des Wortes. Du kannst Dir aber die aktuelle Karte ansehen.

Bewertungen (1)



0
Foto:
Holzfigur eines Tataren an der Hochrindlstraße im Kärntner Gurktal.
Tatarmandl ist sogar Postadresse und Bushaltestelle als Ortsteil von Sirnitz.
Inschrift
Die Bewandnis [sic!] des Tatarmandl´s
Zweimal -1476 und 1478 - wurde Sirnitz von den Türkenhorden heimgesucht.
Bei uns hier erinnert die Holzfigur des "Tatarmandl´s an das weiteste Vordringen eines Tatarenhaufens.
Quelle: Sagen.at
Foto:
Ein geschnitzter Hüttenbrunnen [...]
Diese Tattermandl wie ma zumindest wie man bei uns diese Brunnenfiguren nennt, haben ihren Ursprung bei den Türken-Einfällen. Man glaubte, dass diese Krieger Angst davor hatten und das Haus verschonten.
Quelle: Mein Bezirk.at Klagenfurt, 03.11.2013,16.31 Uhr
Foto:
Eine ganz simple Frage eines Tattermandls [...]Kann mir einer erklären, wann dieser Winter aus ist?
Quelle: Mein Bezirk Klagenfurt, 28.1.2017
Foto:
Das Tatermandl vom Tiefen Weg (Himmelberg)
Quelle: Meinbezirk.at/Feldkirchen
Foto:
Tattermandl-Denkmal Gufidaun
Quelle: Martin Ruepp, Brunnenfigur Tattermandl-Skulptur
Gufidaun ist im Südtiroler Eisacktal. Die Tataren waren oft Voraushorden des osmanischen Heeres, wieso aber mögen sie wohl bes. in Tirol zu Salamandern, Molchen, Lurchen geworden sein? Im Südtiroler Vinschgau sangen die Kinder:

„Tatermandl, Tatermandl, leih mir deine Hosen;
I hon si nit, i hon si nit, sie hängen hintern Ofen.“
Quelle: K. W. Dalla Torre, Die volkstümlichen Tiernamen in Tirol und Vorarlberg (1894). Sagen.at
s.a. Tattermandl , Dodamou und Toter Mann, Totmann
von Koschutnig am 05.Jan.

 


  Anmelden zum Kommentieren






Russwurm | Emoji DictionaryAGB | Impressum

Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.