Geschneitel, Gschnaidl : Gericht aus aufgeschnittenen Innereien...


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Geschneitel, Gschnaidl

das, -s, -
Gericht aus aufgeschnittenen Innereien in Essig gekocht


Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Essen und Trinken

Tags: Wien Steiermark Oberösterreich Niederösterreich veraltet

Erstellt von: Koschutnig am 19.Sep.

Links: Österreichisches Wörterbuch : Geschneitel, Gschnaidl

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Bekanntheit

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1581:
Die Därmen /so innwendig seind / macht man sauber /wie von einem Spenfärckel / kochs mit Lungen vnd Lebern / es sey gelb / schwarz oder weiß / wenns fein säurlich ist / so ist es gut / vnnd in Oesterreich nennet mans ein Geschneitel/
Quelle: Marx Rumpolt, Ein new Kochbuch ... Gedruckt zu Franckfort am Mayn (1581)
1590 (Der phänomenale Sprachartist Fischart war allerdings ein Elsässer):
32. Geschnätel - Geschneitel, Geschnatel n.; Kleinigkeiten, Abfälle v. Speisen u. anderen Dingen, Frikassee.
Quelle: Ute Nyssen (Hg.), Johann Fischart, Geschichtklitterung (Gargantua) (1590), Glossar (1963)

1799 (aus Wien):
Gesulzte Würste .... ein Kalbsbein und ein Stück Kalbskopf dazu, lass alles in der Rein eine halbe Stunde sieden, gieb Salz dazu; wenn der Kopf weich ist,... schneide ihn lang wie die Nudeln .... ... nimm das Geschneitel in ein Tüchel, formiere eine Wurst, lass es eine Viertelstunde sieden, dann nimm die Wurst heraus. ... wenn sie schön fest ist, so schneiede sie und lege sie auf eine Schüssel, die Sulz farüber und lass es an einem kalten Orte sulzen.
Quelle: Katharina Braunin, Neuestes, bewährtes Kochbuch für Fleisch- und Fasttäge (1799)



G'schnattl (ma.): Wien, zerhacktes Fleisch ('Geschneitel'), auch Abfallfleisch, das die Armen kauften
Quelle: Heinz Dieter Pohl, Die österreichische Küchensprache (2007)
Geschnattl, das; -s, kein Pl. (eigtl. Geschneitel, mhd. gesnatel = eine Speise, zu mhd. sneiten = schneiden): zerhackte Fleisch
Quelle: Robert Sedlaczek, Wörterbuch des Wienerischen (2011)

von Koschutnig am 19.Sep.

 
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Zum "G'schnattl":

https://www.gusto.at/rezepte/gekochtes-gesurtes-gschnattl
von JoDo am 19.Sep.

 


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