0 stars - 1 reviews5

Tatterich : Zittern (krankhaft)


-1

Tatterich

der
Zittern (krankhaft)


Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Natur, Gemütszustände, Befindlichkeiten

Erstellt von: OTTO am 07.Feb.

Links: Österreichisches Wörterbuch : Tatterich V W

Dieser Eintrag ist noch nicht Teil des Wörterbuches.

  


Bekanntheit

Ab zehn Bewertungen erstellen wir eine Karte Österreichs mit der Bekanntheit des Wortes. Du kannst Dir aber die aktuelle Karte ansehen.

Bewertungen (1)



0
Auch leider nichts bes. Österreichisches:

•Seine Stimme war allerdings so belegt, wie ein Schinkenbutterbrot in der guten alten Zeit, sein Gesicht hatte eine apoplektische Farbe, in seinen Händen vibrierte der Tatterich (Hermann Löns aus Kulm, jetzt Chełmno, Westpreußen, „Der zweckmäßige Meyer“, 1911)

• Vom Saufen hab ich doch noch nie 'nen Tatterich gekriegt [Hans Fallada aus Greifswald, „Wolf unter Wölfen“, 1937)

• Gottschalk, Donaths zweiter Stellvertreter, wackelte mit dem Kopf, als hätte er den Tatterich (Manfred: Bieler aus Zerbst, Sachsen-Anhalt, „Der Bär“, Hamburg 1983)

• Onkel Paul, den der Tatterich und seine Kurzsichtigkeit plagte, schenkte sich den Wein statt ins Glas, in den Suppenteller (Klabund aus Crossen an der Oder, jetzt Krosno Odrzańskie , "Roman eines jungen Mannes", 1924)

• von dem Ergebnis des ersten Rauchversuches an bis zum Verrecken des Importen-Wüstlings an Nerventatterich und Herzlähmung. (Otto Ernst aus Schleswig-Holstein , „Frieden und Freude“, 1920)

• Prost!« Und er sang wieder, während Henry, jetzt des Tatterichs schon etwas Herr geworden, sich wusch: Selbst die Germanen, unsere A-ahnen, soffen vor jeglicher Männerschlach (Otto Julius Bierbaum aus Grünberg/Niederschlesien, „Prinz Kuckuck“, 1906)

• Wenn Frau Granberg (Angélique Duvier) mit dem Tatterich den Zucker so nebenbei wie elegant auf der Kaffeetafel verstreut, ist das köstlich.
(Die WELT, 09.11.2002)
von Koschutnig am 08.Feb.

 
0
Aus Berlin noch ein Spezialtatterich von Erich Mühsam
(* Berlin 1878 - 1934 KZ Oranienburg)

War einst ein Anarchisterich,
der hatt den Attentatterich
[…]
und unterm Rock verborgen fein
trug er ein Bombombombelein.
Quelle: Projekt Gutenberg

von Koschutnig am 08.Feb.

 


  Anmelden zum Kommentieren






Alooha | Österreichisch | Bairisch | Bayrisches Dialektwörterbuch | Urbanes Wörterbuch | Business Argot | American Slang | Aussie Slang | Sinhala | Ceylon | Jerga Urbana | NLP | Sprachen Lernen | Master | Witze | Emoji DictionaryAGB | Impressum

Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.