4.4 stars - 27 reviews5

Gitsch : unverheiratete Frau


+21


  

Gitsch

die, -en
unverheiratete Frau


Art des Wortes: Substantiv

Erstellt von: System32 am Sep.2003

Ähnlich klingend:            

Links: Österreichisches Wörterbuch : Gitsch V W

Dieser Eintrag ist als Teil des Wörterbuches eingetragen.

  


Bekanntheit

SlowenienLiechtensteinDeutschlandKroatienTschechienSlowakeiUngarnItalienSchweizNiederösterreichSt. PöltenWienWienSteiermarkGrazKärntenKlagenfurtBurgenlandEisenstadtOberösterreichLinzSalzburgSalzburgTirolInnsbruckVorarlbergBregenzHier geht es zur Karte auf Bezirksebene.
Die Bekanntheit des Wortes ergibt sich aus den einzelnen Beurteilungen für das Wort und dem angegebenen Heimatbezirk des Benutzers.

Bewertungen (77)



0
Windisch sei’s, also ein Wort des Kärntner Slowenischen, hat Ingeborg Bachmann in ihrem Trilogie-Vorhaben „Todesarten“ (ab 1971) gemeint:
Sie hielt sich wohl schon mit 14 Jahren für groß, das war ihr zuzutrauen, dieser Gitsche. Daß er das vergessen hatte! So hatte er sie doch genannt, mit dem windischen Namen für Mädchen, die "Gitsche“, die für ihn der Inbegriff aller Gitschen war
Quelle: Robert Pichl u.a. hg. Ingeborg Bachmann, "Todesarten"-Projekt
Die "Gitsche" hat jedoch nicht nur Osttirol erobert, wo's ja durchaus "Windische" gegeben haben mag, hieß Matrei in Osttirol bis 1921 doch Windisch-Matrei, sondern hat, ausgehend vom Pustertal, auch fast im ganzen deutschsprachigen Südtirol als
ladinisches Lehnwort in den deutschen Mundarten Südtirols ... in einer steten, wenn auch langsamen Wanderung von Osten nach Westen ... Fuß gefasst.
Quelle: Johannes Kramer, Lateinisch-romanische Wortgeschichten (2006)

von Koschutnig am 27.Jul.

 


  Anmelden zum Kommentieren






Links: Russwurm | VolkswörterbuchAGB | Impressum

Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.